Verzeihung, liebe Leser für die chronologische Lücke in meinem Almblog. Die Natur hat sich ihr Recht geholt diesbezüglich, dass es auf der Alm keine Sünde gibt (angeblich) und demzufolge auch kein Internet…

Nicht nur, dass mein Laptop aufgrund des Feinstaubs vom Hausbrand seinen Geist aufgegeben hat, auch die kleine Solarzellenanlage wollte zum Schluss ganz und gar nicht mehr. Zu viel Nebel, zu viel Kälte. Was auch seine schönen Seiten hatte: Alles bei Kerzenlicht (sogar das Duschen – immerhin mit warmem Wasser) und deutlich weniger spätabendliche Jagd-Besucher (weil sich keiner zur Hütte traut, wenn nicht offensichtlich Licht brennt).
Jedenfalls ist unser Vieh seit vergangenem Wochenende wieder im Tal. Alle wohlbehalten, alle dick und fett, superfit, zutraulich. Es fiel uns sehr schwer, unten auf der Dorfwiese Abschied zu nehmen. Mit fast jedem Tier verbindet sich eine kleine Geschichte: Die eine aus größter Not befreit, die andere wochenlang verarztet. Die Dritte achtungsvoll verwöhnt, weil sie ein Drittel der Herde (mit Hilfe des Viehhüters) wieder aus einem tiefen Graben über Hunderte Höhenmeter wieder auf die Almwiesen geführt hat.
Jetzt, am Ende, wird es bei einem Almsommer immer kitschig schön. Auch wenn man morgens erst das Eis vom Brunnen entfernen muss, um die Frühstücksmilch zu holen. Auch wenn die Klobrille ebenso tiefgefroren ist und man nachts aufstehen muss, um nachzuheizen. Irgendwann scheint dann doch wieder die Sonne hindurch und man verinnerlicht noch einmal, wie überirdisch man es doch monatelang gehabt hat. Es wird einem alles abgehen: Das Holzhacken, das Einheizen, das Abzweigen von Zuvielgekochtem für die beiden Schweinchen, sogar die unfassbaren Gewitterstürme. Aber vor allem die Stille.

Wirklich schwer gefallen ist uns der Abschied auch von unseren beiden Ferkellausern Sisi und Franz. Stattliche Almschweine sind sie geworden, die oft meilenweit von der Hütte entfernt den Kühen nachliefen um sie zu ärgern. Die abschließende Kälte hat ihnen nichts mehr anhaben können. Ein schönes weißes Fellchen haben sie aufgezogen und ein echtes Almtier, das hat von all dem guten (selbstgesuchten) Futter so viele Abwehrkräfte, dass es nicht mehr krank wird. Leser des Almhandbuchs kennen die schwierige Gratwanderung: Wir können die zwei nicht mit in unsere Stadtwohnung im 8. Stock mitnehmen. Wir haben Ihnen den Schweinehimmel auf Erden ermöglicht. Und wenn wir sie nicht gekauft hätten, dann hätten sie die Sommer vielleicht in irgendeinem zwielichtigen Maststall verbracht. Der Gedanke daran beruhigt das Gewissen zumindest ein wenig, wenn man sie dann an einen Bauern im Ort weiterverkauft.

Es bleibt mir jetzt nur, mich noch einmal bei allen Lesern (auch für die vielen liebenswert-netten Kommentare) zu bedanken. Und das Almhandbuch ist bestimmt nicht das Letzte, das es von mir in Buchform gibt (dafür war der Almsommer einfach zu lang…). Wer sich die Durststrecke bis dorthin (gut Ding braucht Weile) etwas verkürzen will, dem sei ein (angeblich nicht minder witziges) Frühwerk meines Bruders und mir empfohlen: www.bikersbarbecue.com
Euer Stadtöhi (seufz!)
Keine Kommentare dazu möglich.
22. 30. 2008 um 12:50
Hallo Tobias !
Habe dein Buch “Kuhl!” beim Zerza in Waidegg entdeckt, gleich gekauft und leserisch verschlungen.
Hoffe, du bist auch nächstes Jahr auf deiner Alm, vielleicht gelingt es meiner Gattin und mir, dich und deine Riklas anlässlich einer Trogkofelumrundung zu besuchen.
29. 30. 2008 um 14:54
Hallo
Aaah, nun hab ich vor etwa 2 Jahren das Buch “Biker’s Barbecue” gelesen, und und bin diesen Sommer tatsächlich mit dem Rad von Boston nach San Francisco gefahren. Was geschieht wohl, wenn ich “Kuhl!” auch noch lese?
03. 31. 2008 um 13:26
Also, ich habe “Kuhl!” jetzt vor ungefähr 2 Wochen ausgelesen und bin heilfroh, dass es dazu noch eine Internet-Seite gibt und ich mich nicht völlig von dem Buch “trennen” musste.
Eigentlich wollt ich den Tag in meinem Stammbuchladen ja „nur mal gucken“, aber dann habe ich dieses Buch gesehen und konnte nicht dran vorbeigehen.
(Kommt wahrscheinlich daher, dass ich Kühe schon immer zu meinen Lieblingstieren zähle und ich jetzt im 2.Lehrjahr als Landwirtin bin).
Eigentlich wollt ich ja, wenn ich ausgelernt habe, mal fürn halbes Jahr oder so nach Australien und da auf irgend einer Ranch arbeiten.
Aber jetzt spiel ich eher mit dem Gedanken für einen Sommer auf die Alm zu gehen.
Ist eh auch was ganz anderes als im Betrieb, wo ich lerne (ich sah nur Spaltenböden ab dem ersten Kalben, aber wenn die Färsen Pech haben waren sie den Sommer davor auf der Koppel).
Aber das, finde ich, ist auch das Tolle an der Landwirtschaft: Die gibt’s einfach auf der ganzen Welt.
Also danke für dieses anregende Buch.
07. 31. 2008 um 18:41
Hallo Tobias !
Habe ihre Almerlebnisse in der Kronen Zeitung
begeistert gelesen und war immer auf der Suche nach einem Buch darüber.
Jetzt habe ich es gefunden und mit Begeisterung gelesen.Ich finde es einfach
genial als Stadtmensch einige Sommer auf eine Alm zu gehen.
Tolle Erlebnisse ganz toll zu Buch gebracht !
Viel Spass bei neuen Erlebnissen.
Walter Hobel
20. 31. 2008 um 15:43
Hallo Tobias!
Habe dein Buch soeben zu Ende gelesen.
Endlich mal ein Buch über das harte Leben eines Almhirten, viele Stadtmenschen neigen dazu, dieses zu unterschätzen.
Zum Glück hast du auch die vielen schönen Seiten dieses Lebens erlebt.
Viel Spass bei deinen nächsten Projekten – hoffentlich wieder auf einer Alm.
Karin
20. 30. 2008 um 15:36
Servus!
Hab diesen Sommer auf einer Alm verbracht. Meine liebe Schwester hat mir “Kuhl!” geschenkt, damit ich “da oben” klar komme.
Bin fast geplatzt vor Stolz, als das Melken wirklich Erfolg zeigte.
War auf einer kleinen, bewirtschafteten Alm ohne Strom, Internet, Fernseh etc.
Der Sommer war phantastisch, die Kühe entzückend.
die kleine Almhexe
22. 30. 2008 um 10:46
Hallo, liebe Kuhl-Leser!
In der Regel antworte ich Euch ja lieber direkt auf Eure netten Kommentare, aber diesmal hänge ich mich ausnahmsweise selbst in den Blog rein. Ich bin nämlich gerade ziemlich stolz: Die Betreiberin einer amerikanischen Kinder-Website ist irgendwie auf mein Buch gestoßen. Abgesehen davon, dass Sie meinte, man könne das ja als Schulprojekt zwischen Deutschland/Österreich und den USA übersetzen lassen, hat sie die Almfotos so nett gefunden, dass sie eine eigene Seite dazu erstellt hat. Das Ergebnis ist hier: http://krankykids.com/cows/guest_cows.html
Ich bin entzückt!
03. 31. 2008 um 13:50
Lieber Tobias,
ich bin zur Zeit auf Island auf einer Kuhfarm und habe “Kuhl” von meinen Grosseltern zugeschickt bekommen. Es spricht mir aus dem Herzen! Auch wenn hier vieles anders ist, als auf einer Alm, kann ich doch nachfuehlen was du fuer die Kuehe empfindest, natuerlich vor allem fuer Rosa! ich habe hier 10 kleine wunderschoene quietschfidele Kaelber fuer die ich die Mama bin, weil es hier leider auch ueblich ist die Kaelber ein paar Stunden nach der Geburt bzw. nach dem Abschlabbern der Mutter wegzunehmen. Allerdings fuettern wir sie hier mit der Milch der Mutter und nicht mit Instantmilch.
Grosser Rede kurzer Sinn, dein Buch hat mich des oefteren zum Weinen gebracht; teils aus Freude, teils aus Mitgefuehl und vor allem, weil ich so viele Charaktereigenschaften der Kuehe hier wiedererkannt habe. “Dumme Kuh” werde ich nie wieder sagen.
Danke fuer dieses tolle Buch!
Jantje
01. 31. 2009 um 19:03
Hallo Tobias,
endlich bin ich zum Weihnachtsurlaub mal wieder für etwas länger als nur ein kurzes Wochenende aus der Münchner Arbeitswelt ins Allgäu zu meinem Freund geflüchtet und genieße die frische und klare Luft, den Sonnenschein in der Erdgeschoss-Wohnung und den freien Blick auf schneebedeckte Berggipfel sowie Wanderungen zu Berghütten und alles, was dazu gehört.
Und endlich habe ich auch Zeit gefunden, Dein Almhandbuch zu lesen, welches schon einige Wochen auf Berührung wartet.
Ich bin zwar noch in der ersten Hälfte, will Dir aber jetzt schon mitteilen, dass ich mich köstlich amüsiere, sowohl über den Inhalt, als auch über Deine unterhaltsame Schreibweise, welche viel Reflexion über Deine Arbeit erkennen und mich oft Tränen lachen läßt.
Auf der Terrasse in der Sonne sitzend muss ich regelmäßig lautes Lachen unterdrücken, um nicht die Nachbarn auf mich aufmerksam zu machen und so einem längeren Smalltalk zu entgehen, da ich schließlich so heiß auf die Kuhgeschichten bin und möglichst wenig gestört werden möchte…
Obwohl ich leider weder Kenntnisse noch Möglichkeit für´s eigene Käsen habe, wollte ich in Erfahrung bringen, wie und wann die leckeren Kräuter in den Käs auf Seite 79 kommen. Oder hab´ ich´s überlesen?
Viel Vergnügen bei Deinen weiteren Traum-Verwirklichungen.
Und das Biker´s Barbecue werd´ ich mir als Radlfan auch gleich besorgen!
Vielen Dank schon mal für die tollen Bücher!
Viele Grüße,
die Nina
06. 31. 2009 um 12:47
Hallo, Nina!
Hab mich wirklich sehr über Deinen Kommentar gefreut. Weniger schön ist, dass ich tatsächlich die von Dir erfragte Info vergessen habe. Also:
Die Kräuter rührt man definitiv noch in der “flüssigen Phase” dazu, bevor man die Milch zur Gerinnung vom Feuer nimmt. Wenn Du einen richtig intensiven Kräutergeschmack im Käse selbst willst, kannst Du die Kräuter schon ganz am Anfang, wenn die Milch noch kalt ist, dazugeben. Wenn die Kräuter eher nur zu schmecken sein sollen, wenn Du draufbeißt, dann reichts auch direkt vor dem Einlaben.
Viel Spaß noch beim Lesen!!!
Tobi
15. 31. 2009 um 13:22
Hallo Tobi
Ich danke für dieses tolle Buch. Ich habe mich köstlich unterhalten und es Seite für Seite verschlungen. Da wir selber im Moment 13 Stück Rindvieh besitzen und im Sommer auch stundenweise auf die Weide gehen, kann ich mich gut in deine Lage versetzen. Manch Städter vermutet, dass es sich dabei um eine Komödie handelt. Kühe sind hochintelligente, hochsensible Wesen, die auf jede Veränderung mit Neugier oder Verstörung regieren. Ich liebe diese tiere und bin sehr traurig, wenn wir eines unserer Tiere verkaufen. Dein Buch entspricht der Realität. Mach weiter!
Liebe Grüße aus dem Waldviertel
04. 28. 2009 um 18:36
Sehr geehrter Herr Micke,
Ihr Buch hat mir wunderschöne Stunden bereitet, haben Sie doch einen vielleicht unbewussten Traum von mir wahrgemacht. Nett und unterhaltsam, auch mit einigem Wissen gespickt, habe ich das Buch in kurzer Zeit “abgegrast”.
Herzlichen Dank dafür
J. Rippelbeck
16. 28. 2009 um 19:51
Hallo Tobias!
Ihr Buch spiegelt meine Erlebnisse als Sennerin auf der Dientner Alm im Salzburger Pongau wieder. Ich war dort mit 17 als Praktikum für eine HBLA vulgo Knödelakademie. Ich habe bis heute niemanden getroffen der über einen Almsommer so schreibt wie ich ihn erlebt habe – und MEIN Almsommer ist immerhin schon 20 Jahre her! Ich genieße jede Zeile Ihres Buches und es ist, als wäre ich gestern bei jedem Wetter um 4.00. aufgestanden um MEINE Kühe zu suchen….eine Maus hatte ich auch, die hieß aber Hermann und hat in meinem Nachtkastel gewohnt….
Es ist eine Freude das Buch zu lesen und an Ihrer liebevollen und wertschätzenden Art mit Tieren umzugehen teilhaben zu dürfen.
Sehr herzliche Grüsse
Heidi
16. 28. 2009 um 20:11
Hallo, Heidi
(Ich will Sie ja nicht nerven, aber “Was für ein Name für eine Hirtin!”)
Eine Maus im Nachtkastl? Da sind Sie offenbar die bessere Mäuseflüstererin gewesen, dass das Kerlchen (oder wars eine Mamsell?) sich so nah heran getraut hat. Ihre Zeilen zaubern mir besonders in diesen grauen Stadtwintertagen ein Lächeln ins Gesicht. Denn genau das war es, was ich mit dem Büchlein unter anderem erhofft hatte: Ein wenig die Patina von den darunter noch so lebendig vorhandenen Erinnerungen des einen oder anderen Lesers/Leserin abblättern zu lassen, sodass das Gefühl für die Almwelt (samt Kühen und Mäusen und Murmeltieren) vielleicht im 21. Jahrhundert gegen den Haupttrend wieder ein wenig auflebt.
Danke für Ihre ausgesprochen netten Worte!
Tobias
22. 28. 2009 um 19:26
Hey Tobi,
was ich schon immer mal wissen wollte, wie ist denn das genau mit dem Wäsche waschen und Duschen?
Ist das noch mit Omas altem Waschbrett und wenn ja, hält das die Kleidung heutzutage überhaupt noch aus?
Und ist die Dusche dann so eine vollautomatische 10 l mit Regenaufsatz zum Nachfüllen (Gießkanne)? Oder hat man da nen Badebottich?
Also wie ist das so?
Viele Dank und liebe Grüße
Nicole
22. 28. 2009 um 21:16
Hallo, Nicole (endlich mal jemand der auch Fragen hat…)

Was die Dusche angeht läuft das wohl fast nirgendwo mehr so heftig auf den dauerhaft benützten Hütten ab, dass man mit der Gießkanne duschen müsste – obwohl ich jemanden kenne, der das tatsächlich nur mit Schwamm und Heißwasser vom Ofen machen kann, weil die Quelle zu weit weg ist. Bei uns gab es einen Boiler, der das Wasser vom Berg (wir hatten Fließwasser, auch weil die Kühe eine Tränke hatten) mittels Holzofen (in einer halben Stunde) angeheizt und schön warm an eine richtige Duscharmatur weitergeleitet hat. Da musste man zwar ordentlich Holz hacken und sich dann kurz fassen, aber es war doch ein tägliches Vergnügen auf das ich mich sehr gefreut habe. Auch weil die Aussicht ins Tal beim Duschen gigantisch war…
Was das Wäschewaschen angeht: Das war tatsächlich so schlicht, wie Du es Dir vorstellst: Wasser vorwärmen, in Bottich leeren, Wäsche mit Reiseseife einweichen und dann walken, walken, walken. Wir hätten ein Waschbrett gehabt, aber ich hab das nicht riskiert. Schließlich ist die Seife, die man heutzutage bekommt auch schon viel besser als damals. Naja, und dann haben wir natürlich vor allem bei der Bettwäsche jede Gelegenheit genützt, dass uns das jemand im Tal erledigt und die Sachen dann bei Besuch austauscht.
Bei aller Liebe zum Archaischen und Ursprünglichen: Es gibt eben Dinge, da geht man nun einmal den einfachsten, faulsten Weg.
Liebe Grüße
Tobi
05. 31. 2009 um 17:12
Hallo “Almöhi”,
(Obwohl, wenn Nahrungsmittelnachschub benötigt wird, kann das wiederum sehr nützlich sein).
hatte in 2 Tagen das Buch durch und fand es einfach klasse. Nachdem wir eine Alm besitzen (die GV`s sind verpachtet) sind wir dort fast jedes Wochenende. Im letzten Jahr verbrachten wir dort unseren Jahresurlaub ohne Talfahrt, da unser Sohn (7 Jahre) es sich so gewünscht hat. Seiner Meinung nach bräuchten wir nicht ans Meer, die Alm würde genügen, aber nur wenn wir seine Lieblingsschafe mitnehmen würden. Gesagt getan. Nach 7 Tagen verlängerten wir täglich bis es 11 Tage waren. Es war wohl unser bisher schönster Urlaub.
Grinsen mußte ich bei Deinen Erzählungen mit den Besuchen. Es ist doch unglaublich wer einen alles besucht, wenn man auf der Alm ist
Vielen Dank für Dein Buch. Es hat mir gezeigt, wie sehr ich mich wieder freue auf unsere Alm zu kommen.
Buttern würde ich auch gerne versuchen, leider hat unser Senner keine Milchkuh mehr. Kenne aber andere Senner in unserem Gebiet die das zum Glück noch machen und da kann man das Butterkaufen gleich mit einer Wanderung mit Einkehrschwung und “Almschnapserl” verknüpfen.
Einen schönen Almsommer noch
su
05. 31. 2009 um 23:02
Hallo, Susanne!
Ihr scheint einen Sohn zu haben, der weiß, was gut ist. Ihr solltet öfter auf ihn hören.
Das mit den Besuchen ist in der Tat ein zweischneidiges Schwert, das nur jene verstehen, die es erlebt haben. Auf der einen Seite geht man ja auch auf eine Alm, um die Ruhe zu erleben und zu schmecken. Auf der anderen Seite genieße ich jetzt in der Stadt zum Beispiel sehr, dass “meine Fußballbuben” zu Besuch waren. Wir können Erinnerungen teilen. Und das ist schon sehr viel wert, wenn man wieder im Tal ist. Die Kunst besteht wohl in der richtigen Mischung. Und, dass man selbst doch ein wenig steuern kann.
Danke Dir für Deinen lieben Kommentar (beneide Euch sehr um die eigene Alm…)
Da Öhi
14. 31. 2009 um 22:10
Hallo Tobias,
endlich habe ich ein Buch über das einsame Almleben gefunden, das mal zeigt, wie hart es dort oben ist, aber auch wie gigantisch schön es sein muß, mal wieder zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zurück zu kommen: das Leben selbst inmitten eines Schatzes, den wir viel zu oft nicht sehen und den wir endlos malträtieren: unsere Erde mit ihrer herrlichen Ursprünglichkeit.
Ich habe das Buch wie viele andere Leser auch verschlungen und mich bei vielen Dingen köstlich amüsiert. Deine Art zu schreiben ist einfach klasse, kurzweilig und so treffend.
Auch ich würde sehr gerne mal für einen Sommer aus dem Alltagsstress entfliehen. Leider ist das in meinem Job nicht möglich. Mir bleiben dann nur die “kleinen Fluchten” an den Wochenenden oder im Urlaub auf meinen Wanderungen.
Und ich habe einen Traum: wenn ich in hoffentlich 15 Jahren mit dem Erwerbsleben fertig bin, eine Alm oder Bergbauernhof zu pachten und dort so autark wie möglich zu leben, solange es meine Kraft und Gesundheit zulassen würde. Dein Buch hat mich in diesem Vorhaben noch bestärkt inkl. kleiner Viehhaltung (Esel, Schafe, Kaninchen, Schweinchen). Deine Beschreibung über das glückliche Leben der Tiere außerhalb der Massentierhaltung animiert einfach dazu.
Geht es auch diesen Sommer wieder auf die Alm? Und gibt es noch ein Buch über den Almsommer? Ich lese es sofort und füttere meinen großer Traum weiter!
Alles Gute
Barbara
16. 31. 2009 um 17:29
Hallo, Barbara
Solche Mails wie das Deinige versüßen mir wirklich den Tag. 100 solche Briefe und mir können alle prestigeträchtigen Bestsellerlisten der Welt gestohlen bleiben. Es reicht, zu wissen, dass es eine große Handvoll Menschen gibt, denen mein Büchlein als Inspiration/Mutmacher/Phantasiereise Freude gebracht hat. Ich habe nach (mittlerweile ziemlich genau) einem Jahr festgestellt, dass nicht jeder sich von solchen Texten angesprochen fühlt, obwohl ich eigentlich gehofft hatte, damit doch einen “breiteren Zeitgeist-Nerv” zu treffen. Aber das macht nichts.
Wir (meine Lebensgefährtin und ich) machen im 2009er-Sommer (nach drei Almsommern in Folge) Pause. Grund ist, dass wir inzwischen zu dritt sind und es mir dann doch ein zu großes Abenteuer wäre, mit unserem ersten Kind im Säuglingsalter da hinauf zu ziehen. Was das Schreiben angeht: Gut Ding braucht Weile und ich würde Dir wirklich gerne noch etwas “Futter” für Deinen Traum liefern. Mal sehen, momentan ist wie gesagt eher der Nachwuchs im Vordergrund. Aber es fehlt nicht an schreiberischen Ideen.
Ganz liebe Grüße und: Unbedingt weiterträumen!
Tobi
07. 31. 2009 um 15:51
Bin erst am Anfang meiner “Bloggerkarriere” – komme gerne wieder vorbei.
03. 31. 2010 um 11:27
Hallo Tobias,
Im rahmen einer recherche fuer ein almbuch, welches ich fuer kinder machen
))”… dann bin ich aus dem
moechte, bin ich auf dein buch kuhl gestossen und war erst entsetzt…”nun
war ich doch nicht die erste mit dieser idee
staunen ueber deine kreativitaet nicht mehr herausgekommen… und soeben,
da ich das buch zu ende gelesen habe muss ich einfach meine faszination
und meine glueckwuensche fuer dieses meisterwerk loswerden!!!
du hast es brilliant geschafft die kargheit eines almsommers ganz in form
in ein buch zu
der bauernsprache, kurz, praegnant und immer punktgenau
fassen, dem es jedoch in keiner weise an humor, witz, selbstironie und vor
allem den besten beschreibungen und reflektionen zu diesem “vielen wenig
am Berg” fehlt!
ich habe selber letztes jahr meinen ersten sommer als sennin auf einer alm
hier in tirol verbracht, in vielen dingen hast du mir aus der seele
geschrieben, sicher waren auch einige dinge bei mir etwas anders, dadurch
das ich 18 milchkuehe und nur 23 jungviecher hatte… aber zumindest
fuehle ich mich nun nicht mehr ganz so alleine mit meiner unendlichen
viehliebe…das man da als total durchgeknallt hier oben am berg gilt, nur
weil einem die henne mimi gerne auf der schulter sass und sich kraulen
liess brauche ich da nicht zu erwaehnen…
ganz liebe gruesse!
Maren
23. 30. 2010 um 13:47
Ich liebe es einfach, ihren Almblog zu lesen! Danke für die tollen Zeilen! viele Grüße Maja
13. 30. 2010 um 18:09
Hallo, Herr Micke,
vielen dank für ihre schöne Geschichte
“Ein Leuchtturm für Nachtfalter”
Herzlicher Gruß
Inge Leinweber
11. 31. 2011 um 21:32
Hey Tobias,
wann kann man entlich mit neuen Almgeschichten rechnen?
Ich warte schon sehnsüchtig auf “Noch Kuhler”;-)
Liebe Grüße
Nicole
23. 28. 2011 um 20:24
Tolles Buch, danke!! Und wie schön zu sehen, dass mit dem Lesen noch nicht Schluss sein muss sondern es im Blog weitergehen kann.
Ich hoffe ich kann in den nächsten Jahren auch mal einen kuhlen Almsommer machen, fürs erste bleibts bei Kurzbesuchen beim Wandern.
06. 31. 2011 um 16:31
Hi, Ines.
Mit einer Fortsetzung sieht es leider momentan schlecht aus. Bei mir wäre derzeit eher das Handbuch “Windel!” angesagt (und ich hätt´s auch schon geschrieben, wenn nur irgendwie dafür Zeit wäre).
Wir haben einen kleinen Zwerg, dessen “Hintergrund” (wenn Du verstehst, was ich meine) auf der Alm zu suchen ist. Und da man bekanntlich vom Bücherschreiben nicht leben kann außer man heißt Grisham oder so, muss ich mich anderwertig ins Zeug legen. Konkret, kann man, denke ich, an dieser Stelle ruhig schreiben: In Österreich gibt es ein neues Monatsmagazin, das sich der Belebung (und Beschreibung) von Brauchtum im Alpenraum verschrieben hat (ich nenne es wegen der feinen Bilder immer “das österreichische Bauern-Geo). Es heißt “Servus in Stadt und Land”. Den Chefs dort hat mein Almhandbuch so gut gefallen, dass ich da jetzt regelmäßig schöne große Reportagen machen kann. Das erfordert Zeit, ist aber auch gut für die Klassenkasse…
Fazit: Ich werde das Bücherschreiben bestimmt nicht bleiben lassen, aber momentan ist leider einmal Pause.
LG
Tobi